Weidepfosten setzen

Weidepfosten setzen

Errichtung von Weidezäunen, insbesondere Weidepfosten setzen

Viele Landwirte und auch einige Privatleute mit größeren Anwesen wollen einen Weidezaun errichten, um ihre Tiere auf einer bestimmten Fläche zu halten. Zusätzlich sollen die Zäune auch vor unrechtmäßigem Zutritt schützen. Dieser Artikel soll über das Setzen von Weidezaunpfosten und das Errichten von Weidezäunen informieren. Insbesondere sollen Fragestellung über das Eingraben und Bohren von Weidezaunpfählen, Geräte zum Bohren von Weidepfählen, wichtige Eckdaten und einige Vor- und Nachteile beantwortet werden.

 

Welche Vorbereitungen + Vorüberlegungen sind bei der Errichtung von Weidezäunen nötig?

Vor dem Bau des Zaunes muss das Gebiet genau betrachtet werden. Es kann dazu ein Lageplan verwendet werden, auf dem die Grenzen genau beachtet werden müssen. Zusätzlich sollte das Gebiet auf Grenzsteine überprüft werden, damit es nachträglich zu keinen Problemen mit den Nachbarn und dem Vermessungsamt kommt. Grenzsteine sollten nicht berührt, nicht bebaut und keinesfalls bewegt werden, ansonsten kann eine kostenintensive Einmessung des Vermessungsamts notwendig werden.

Vor der Errichtung ist es wahrscheinlich auch sinnvoll, den zukünftigen Verlauf des Weidezauns auszumessen und abzustecken. Anhand der Daten lassen sich dann auch der Materialbedarf und die Materialkosten ausrechen. Eine große Auswahl und kleine Preise* findest du hier zur Orientierung.

Wenn Erfahrungswerte über den Arbeitsaufwand vorliegen, lässt sich auch der Zeitaufwand berechnen. Insgesamt ist somit ein guter Kosten- und Zeitplan möglich. Besonders wenn auch kostenpflichtige Handwerker benötigt werden, sind solche Planungen sehr sinnvoll, um den Kostenrahmen nicht zu sprengen.
Es müssen außerdem Überlegungen angestellt werden, welche Arbeitsgeräte und Materialien benötigt werden.

Weidezaunpfosten setzen Löcher Bohren

Welcher Abstand eingehalten werden sollte, erfährst Du gleich hier.

Wenn eine vollständige Elektrozaunanlage errichtet werden soll, werden als Materialien Pfähle, Isolatoren, ein Weidezaungerät, Zaun- und Erdanschlusskabel, Leitermaterialien, Warnschilder sowie Erdkabel und Erdspieße benötigt. Bei besonders hartem Gestein werden auch Träger nötig, welche in den Boden eingebracht werden müssen. Als Arbeitsgeräte sind je nach Errichtungsmethode Erdbohrer, Bagger, Trecker, Vorschlaghammer, Hochdruckreiniger, Spaten, Erdlochausheber, Schaufeln und Spitzhacken notwendig.

Als Weidepfähle können Festzaunpfähle wie beispielsweise Holz-Octowood-Pfähle verwendet werden. Derartige Pfähle können am Aufstellort fest verbleiben, außerdem sind sie sehr robust und stabil. Alternativ können Kunststoff-, Metall- oder Fiberglaspfähle verwendet werden. Diese Pfähle eignen sich sehr gut, wenn sie nicht dauernd verbaut bleiben sollen, sodass ein flexibles Auf- und Abbauen ermöglicht wird. An Ecken und Durchgängen sollten möglichst feste Holzpfähle eingesetzt werden, um dem Zaun eine gewisse Stabilität zu verleihen.
Wichtig sind nun auch noch Erfahrungswerte über die Eckdaten wie die Einbringtiefe.

Manche Landwirte treiben die Weidepfähle bei Lehmböden, mit einem Teleskoplader, einen ganzen Meter tief in den Boden. Wenn Bohrer verwendet werden, sind die Löcher etwas kleiner zu bohren, damit die Pfähle gut halten. Bei einem Pfahldurchmesser von 12 – 14 cm kann ein 10er Bohrer verwendet werden. Pfähle mit einer Länge von zwei Metern werden meist 60 cm tief in den Boden getrieben, damit die Zaunpfähle also 1,40 m hoch sind. Grundsätzlich ist es aber auch von den Tieren abhängig. Pferde und Rinder brauchen viel stabilere Zäune als Schafe oder Ziegen. Es gibt eine allgemeine Regel, dass die Tiefe des Loches mindestens ¼ der Pfahllänge haben soll.

 

Weidezaun setzen Erdbohrer

Weidezaun setzen im Handumdrehen mit einem Erdbohrer*

 

Welche Geräte gibt es zum Bohren der Pfosten für den Weidezaun?

Im Internet gibt es zahlreiche Bezugsmöglichkeiten von Geräten, mit welchen Löcher für Zaunpfähle gebohrt werden können. Es gibt auch Angebote, welche das Vermieten von Bohrern anbieten. Mit dieser Liste soll ein kleiner Einblick in die Vielzahl der Geräte gegeben werden:

  • Fuxtec EA 2.2: Dieser Erdbohrer ist in der Einstiegsklasse. Wenn viele Pfostenlöcher ins Erdreich gebohrt werden sollen, eignet sich dieser Bohrer sehr gut. In Testberichten sind die Prüfer begeistert und haben dafür sehr gute Noten vergeben. Für ein Einstiegsgerät dieser Qualität sind die Investitionskosten mit 199 € eher gering. Die Betriebsart dieses Bohrers ist Benzin. Er hat eine Leistung von 2,1 kW und ein Tankvolumen von 2,1 l. Das Gewicht beträgt nur 13 kg. Es können daran Bohrer mit Durchmessern von 100, 150 und 200 mm angebracht werden. Möglich sind aber auch noch größere Durchmesser und sogar eine Verlängerung für besonders tiefe Löcher. Dies alles ist zu bestellen. Das Gerät ist langlebig, stabil und weist eine einfache Bedienung auf.
  • Fuxtec FX-EB152: Dieses Gerät ist in der Oberklasse angesiedelt. Der Erdbohrer zeichnet sich besonders durch seinen breiten und stabilen Stahlrahmen aus. In der Praxis hat sich dieser Bohrer, laut Prüfern, besonders für weiche Böden bewährt. Es ist eine solide Maschine mit einer guten Ausstattung und leichter Bedienung. Die Investitionskosten liegen bei 199 €. Als Betriebsart dieses Bohrers ist Benzin anzugeben. Durchmesser der Bohrer sind zu 100, 150 und 200 mm möglich. Die Länge der Bohrer beträgt 760 mm. Das Gewicht ist mit 13 kg gering. Leistungsmäßig schafft der Motor 2,21 kW und das Tankvolumen beträgt 1,2 l.
  • Fiskars QuickDrill: Dieses Gerät ist ein Handerdbohrer. Er ist flexibel, leicht und robust. Das Gewicht beträgt lediglich 2,5 kg. Es sind Bohrer-Durchmesser von 100, 150 und 200 mm möglich. Die Bohrer-Länge beträgt 1100 mm. Für das Gerät können Erweiterungen nachgekauft werden. Bei Bohrarbeiten für Zaunpfahllöcher müssen Klingen nachgekauft werden. Aufgrund der Länge erlaubt das Gerät eine aufrechte Körperhaltung. Da auf dem Stiel Markierungen im Abstand von 10-Zentimetern angebracht sind, kann die Bohrtiefe gut abgeschätzt werden. Damit die Erdlöcher gut angesetzt werden können, kann die Pilot-Bohrspitze eingesetzt werden. Für diesen Erdbohrer fallen in der Grundausstattung 40 – 50 € Investitionskosten an. Wenn die Erweiterungen benötigt werden, fallen zusätzlich 16 – 19 € an.

Weidezaunlöcher spielend bohren

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Welche Errichtungsmethoden gibt es für das Setzen von Weidepfosten und welche Vor- und Nachteile haben diese?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Weidepfosten zu setzen. Auch auf nichtoptimalem Boden sollen Weidepfosten stabil stehen. Es gibt deshalb verschiedene Möglichkeiten, um Weidezaunpfähle zu setzen. Je nach Untergrundbeschaffenheit muss zwischen diesen Möglichkeiten ausgewählt werden. Die Bodenbeschaffenheit muss dem Bauherrn bekannt sein, damit er die richtigen Pfähle und Materialien auswählen kann.

Wenn ein nicht felsiger Untergrund vorliegt, lassen sich die Pfähle in den Boden hineinrammen. Es können dazu Bagger oder Trecker verwendet werden. Die Pfähle müssen dabei stabil genug sein, damit sie der von der Maschine ausgehenden Stoßkraft und der Widerstandkraft des Bodens standhalten können. Besonders geeignet sind deshalb Pfähle aus Eiche, da diese besonders stabil sind, außerdem weisen sie eine lange Lebensdauer auf. Die Pfähle sollten außerdem nicht zu klein im Durchmesser sein, damit sie beim Einhämmern nicht brechen.

Wenn ein weicher und sandiger Untergrund vorliegt, lassen sich die Pfähle in den Untergrund einspülen. Es kann dazu mit einem Hochdruckreiniger der Boden gelockert und aufgespült werden, sodass sich die Pfähle leicht in den Untergrund stecken lassen. Da der Boden nicht mehr viel Widerstandskraft entgegensetzt, werden die Pfähle bei dieser Methode nur geringen Belastungen ausgesetzt. Diese Methode eignet sich somit auch für dünne Pfähle und auch für weichere Holzarten. Der Nachteil an dieser Methode liegt darin, dass ein Wasseranschluss benötigt wird. Außerdem ist die Arbeit sehr dreckig, da viel Schmutzwasser verspritzt wird.

Weidezaun setzen Methoden

Welche Methoden angewendet werden können erfährst du jetzt!

Wenn der Untergrund weich ist, kann auch ein Vorschlaghammer verwendet werden, um die Pfähle in den Boden zu treiben. Es kann dafür aber einiges an Muskelkraft notwendig sein. Dafür wird aber kein Hochdruckreiniger benötigt. Besonders auf Weiden liegt meist kein Wasseranschluss vor.

Wenn der Untergrund hart ist, können die Pfosten auch eingegraben werden. Es können Spaten oder ein Erdlochausheber verwendet werden, um ein Loch auszustechen. Die Löcher müssen dabei ausreichend tief sein. Anschließend können die Pfähle eingesetzt und die zurückbleibenden Hohlräume mit Erde aufgefüllt werden. Danach soll die verfüllte Erde gestampft werden, damit sie fest wird. Der Nachteil liegt darin, dass diese Methode leider nicht so stabil ist.

Weidezaun setzen Elektrozaun

Schnell und unkompliziert mit einem Elektrozaun*

Eine besonders interessante Methode ist auch das Bohren. Es können damit sehr gute Löcher angefertigt werden, in welchen die Pfosten stabil stehen. Für sandige Böden und dünnere Pfähle eignen sich Hand-Erdbohrer. Diese sind für den Handgebrauch und können von einer Person bedient werden. Bei besonders dichten Untergründen und etwas dickeren Pfählen kann auf motorisierte Bohrer zurückgegriffen werden. Diese müssen allerdings von zwei Personen bedient werden. Der Vorteil liegt darin, dass wenig Muskelkraft aufgewendet werden muss.

Wenn der Untergrund steinig und felsig ist, steht der Bauherr vor einer größeren Herausforderung. Besonders wenn die Härte des Steins sehr groß ist, kann es sehr schwer werden. Weichere Gesteine können mit einer Spitzhacke bearbeitet werden, sodass sich ein Loch auftut. Das Loch kann anschließend mit feinen Kieseln und sandigem Boden aufgefüllt werden. Anschließend lassen sich die Pfähle in den Boden rammen. Wenn die Gesteine härter sind, lassen sich die Pfähle regelrecht verankern.

Es gibt dazu Träger, welche in den Untergrund eingebracht werden können. Die Pfähle lassen sich anschließend an diesen Trägern befestigen. Harte Gesteine haben zwar den Nachteil, dass sie schwer zu bearbeiten sind, weshalb dafür wahrscheinlich ein starker Bohrer eingesetzt werden muss. Dafür halten die Pfähle auf einem solchen Untergrund sehr gut.

 

Weidezaun setzen Arbeitsschritte

Welche Arbeitsschritte sind beim setzen der Weidephähle zu beachten?

Welche weiteren Arbeitsschritte sind nötig, um den Weidezaun zu errichten?

Nach dem Setzen der Pfähle müssen Isolatoren an den Pfählen angebracht werden. Die Höhe richtet sich danach, wo die Zaundrähte verlaufen sollen. Die Anzahl der Zaundrahtreihen schwankt je nach Tierart. Es kann schon eine Zaunreihe ausreichend sein. Manche Tiere benötigen aber viele Zaundrahtreihen, damit sie sicher am Ausbrechen gehindert werden. Das Zaunleitermaterial muss durch die Ösen oder Isolatoren geführt werden. Es soll auch am Anfang und am Ende des Zauns nicht geknotet werden, da es sonst zu Stromverlusten kommen kann. Stattdessen sollen für Litze und Seil Eckisolatoren und Verbinder verwendet werden. Für ein Band ist ein Eck-Streckenisolator sehr gut geeignet.

Die Leiterreihen müssen nicht einzeln gezogen werden, da für alle Leiterreihen ein durchgehender Zaundraht eingezogen werden kann. Es muss übrigens kein Stromkreis aufgebaut werden. Erst wenn ein Tier den Zaundraht berührt, entsteht ein geschlossener Stromkreis. Das Weidezaungerät erzeugt die Spannung. Es soll gut witterungsgeschützt aufgestellt werden. In Gerätenähe muss ein Erdungsstab in den Boden getrieben und an das Gerät angeschlossen werden. Wenn der Boden sehr trocken und sandig ist, müssen mehrere Erdungsstäbe gesetzt werden. Diese sollten dann auch untereinander verbunden werden, sodass die Verbindungen gut leitend sind.

Wenn das Gerät an einer Hauswand befestigt ist, sollte der Erdungsstab 10 m von der Hauswand entfernt sein. Abschließend muss der Zaun über das Zaunanschlusskabel mit dem Gerät verbunden werden. Der Zaun muss auch unbedingt mit Warnschildern versehen werden. Die jeweiligen Regelungen, welche variieren können, sollen bei der zuständigen Behörde eingeholt werden. Vor dem Einschalten muss der Netzstecker eingesteckt werden.

Weidepfosten setzen leicht gemacht!

Wer ungebetene Gäste von seinem Grundstück fernhalten möchte, ist mit einem Weidezaun gut beraten. Der elektrische Zaun ist eine humane Möglichkeit, Tiere von dem Eindringen in den Weideplatz abzuhalten. Elektrische Zäune sind aus der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken, da sie Tiere mit ungefährlichen Stromstößen vor dem Eindringen hindern. Zudem hält ein Weidezaun das Vieh davor ab, unerlaubt auszubrechen und somit ist der Bestand der Herde gesichert. Es handelt sich um humane Stromschläge, die zu einem ungefährlichen und kleinen Schock führen. Es bleiben keinerlei gesundheitlicher Schäden. Somit sind elektrische Zäune harmlos und zugleich erzieherisch effektiv.

 

Überlegungen vor dem Baubeginn:

Zuerst sollte man sich darüber Gedanken machen, welches Areal mit dem elektrischen Zaun abgesteckt werden soll. Es empfiehlt sich, einen exakten Plan anzufertigen.
Im Anschluss daran, ist eine Liste empfehlenswert, auf welcher die notwendigen Materialien aufgelistet werden.
Materialien:
* Warnschild
* Weidezaungerät
* Pfosten
* Erdspieße
* Erdkabel
* Erdanschlusskabel
* Zaunkabel
* Leitermaterial und
* Isolatoren

Gute Angebote vom Weidepfahl bis zu den Isolatoren findest du hier*!

 

Vor dem Aufbau sollten alle notwendigen Materialien griffbereit positioniert werden.

Arten von Pfosten:

Weidepfosten setzen

Weidepfosten einfach günstig bestellen*!

Für Weidepfosten bieten sich nicht nur Festzaunpfähle, sondern auch Pfosten für einen flexiblen Auf- und Abbau.
Festzaunpfosten bieten den Vorteil, dass sie fix an einem Ort positioniert werden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie robust und langlebig sind und viele Jahre lang Verwendung finden. Der Großteil der Bauern entscheidet sich die fix verankerte Variante, da diese stabiler und viele Jahre lang nutzbar ist.
Wer Wert darauf legt, den elektrischen Zaun jederzeit flexibel auf- und abbauen zu können, sollte zu Pfosten aus Kunststoff greifen. Ebenso empfehlen sich Materialien wie Metall oder Fiberglas.
Durchgänge und Ecken:
Vor dem Aufbau sollte man sich überlegen, ob ein Durchgang eingebaut wird und wo der Zaun später um die Ecke gehen soll. An diesen Stellen sollten ausschließlich Pfähle aus Holz verwendet werden, da diese stabiler sind.

 

Materialien je nach Untergrund:

Die in der Landwirtschaft genutzten Zäune können auf mehrere Arten gesetzt werden. Sogar für schwierige Untergründe bieten sich spezielle Varianten an.
Die Basis für das Setzen der Pfosten sind Kenntnisse in Bezug auf die Bodenbeschaffenheit, da je nach Untergrund andere Materialien und Techniken zum Einsatz kommen.
Unterschiedliche Techniken, Weidepfähle zu setzen:
Je nach Untergrund, Material der Pfähle und verfügbaren Geräten sind bestimmte Techniken für das Setzen der Pfosten anzuraten.

 

Rammen:

Dieses Verfahren bietet sich beim Großteil der Untergründe an, jedoch auf keinen falls bei felsigem Untergrund. Trecker und Bagger helfen dabei, die Holzpfähle ohne großen Kraftaufwand in die Erde zu rammen. Man sollte darauf achten, dass die Weidepfosten an den Widerstand des Bodens und die Kraft des Treckers oder Baggers angepasst sind.
Pfosten aus Eichenholz sind für diese Technik am besten geeignet, da sie äußerst robust und langlebig sind.

 

Spülen:

Speziell bei sandigem Untergrund bietet sich das Einspülen an. Bei dieser Technik verwendet man einen Hochdruckreiniger, der das Wasser unter den Pfosten spritzt. Der Pfahl wird folglich eingeschwemmt.
Der Pfosten wird im Gegensatz zum Rammen weniger belastet und somit bietet sich diese Technik auch für Holzarten an, die etwas weicher sind als Eichenholz. Ebenso können auch dünnere Pfähle verwendet werden, da diese Methode nicht so belastend für das Holz ist.

 

Hämmern:

Ist weder ein Trecker oder Bagger noch ein Wasseranschluss verfügbar, so können die Weidepfosten auch mit dem Hammer in die Erde gerammt werden. Mit ein wenig Muskelkraft und Ausdauer ist diese Variante bei eher weicheren Böden eine ausgezeichnete Alternative.

Eingraben:

Speziell bei einem harten Untergrund sollten die Holzpfosten eingegraben werden. Hierfür benötigt man einen Spaten. Alternativ bietet sich auch ein Erdlochheber an. Mit diesen beiden Hilfsmitteln ist es möglich, den Boden entsprechend tief auszustechen. Im Anschluss daran wird der Weidezaunpfahl eingesetzt und die Erde wird rundherum mit den Füßen fest getrampelt.

 

Bohren:

Hierbei handelt es sich um eine weitere Variante, dem Untergrund ein Loch ohne großen Kraftaufwand abzutrotzen. Ein geeignetes Hilfsmittel stellt der Hand-Erdbohrer dar. Dieser eignet sich für sandige Böden und Löcher, mit einem geringen Durchmesser. Wer also eher dünne Weidepfähle in die Erde stecken möchte, ist mit einem Erdbohrer bestens beraten. Vorteilhaft ist, dass der Hand betriebene Erdbohrer von nur einer einzigen Person bedient werden muss.

Bei verdichtetem Boden ist ein Erdbohrer mit Motor empfehlenswert. Für die Bedienung dieses Erdbohrers sind allerdings zwei Personen notwendig. Steinige bzw. felsige Untergründe stellen eine wahre Herausforderung dar und man kann aus mehreren Optionen auswählen.
Weiches Gestein kann man mit der Spitzhacke bearbeiten und aufschlagen. Wichtig ist, einen Mix aus kleinen Kieselsteinen und Sandboden herzustellen. Dieses Gemisch wird in den felsigen Boden gefüllt und erst im Anschluss daran sollte der Pfosten eingerammt werden.

 

Zusätzliche Verankerung der Pfosten:

Speziell bei harten Gesteinsarten ist eine zusätzliche Verankerung der Pfosten anzuraten.
Zum Weidepfosten passend kann man die Träger im Untergrund fixieren und eine Verbindung mit dem Pfosten herstellen. Somit schafft man eine hervorragende Verankerung.
Empfehlenswert ist, bei einem steinigen Untergrund einen sehr starken Erdbohrer zu verwenden, der mit einem Motor betrieben wird.

 

Zaunleitermaterial, Weidepfosten und Weidepfähle:

Bevor man die Isolatoren in die Pfosten schraubt, sollte man sich überlegen, auf welcher Höhe das Leitermaterial später verlaufen soll. Die exakte Einhaltung der Abstände ist grundlegend und man sollte die Isolatoren fest anschrauben. Um Funkenschlag bei Regen zu vermeiden, sollten die Isolatoren keinesfalls zu nahe am Holzpfosten angeschraubt werden.
Ebenso können bei entsprechendem Abstand zum Holz Kriechströme verhidnert werden.

 

Höhe des Zaunleitermaterials:

Die Höhe ist abhängig von der Tierart. Möchte man kleine Tiere abhalten, so sind müssen die Isolatoren auch im unteren Bereich des Zauns verschraubt werden. Marder und Katzen werden nur dann ferngehalten, wenn die Leitermaterialien schon ganz unten beginnen, da sie sonst leicht durchschlüpfen können. Sollen lediglich Weidetiere davon abgehalten werden, auszubrechen, so kann man auf Leitermaterial im unteren Bereich verzichten. Je nach Art der Tiere können auch mehrere Reihen von Weidezäunen sinnvoll sein.
Da Tiere äußerst lernfähig und kreativ sind, sollten die Zäune eine gewisse Höhe aufweisen. Nicht selten springen Tiere über zu niedere Elektrozäune und brechen ein oder aus.

Weidezaunpfosten setzen Isolator

Weidezaunpfosten setzen und Isolatoren anbringen!

Leitermaterial fachgerecht anbringen:

Zunächst führt man das Leitermaterial durch die Ösen der Isolatoren.

Weidezaun setzen Ringisolatoren

Ringisolatoren + Leitermaterial auf einen Blick*

Sowohl am Anfang als auch am Ende des Zauns wird das Leitermaterial fixiert. Damit ein Stromverlust vermieden werden kann, sollte man das Leitermaterial keinesfalls am Zaunanfang und Zaunende verknoten. Es empfiehlt sich einen Eckisolator samt Verbinder zu verwenden, wenn Sie als Leitmaterial zu einem Seil oder einer Litze greifen.

Wenn Sie Bänder als Leitermaterialien verwenden, so bietet sich ein Eck-Streckenisolator an.
Wer die Leitermaterialien mehrreihig anbringen möchte, kann das Leitermaterial auch in die folgende Reihe durchfädeln. Es ist nicht notwendig, für jede Reihe ein separates Leitermedium zu verwenden.

 

Kein geschlossener Stromkreis:

Es muss kein geschlossener Stromkreis geschaffen werden, sondern lediglich eine Spannung. Sobald das Tier in Berührung mit dem Weidezaun kommt, schließt sich der Stromkreis und der Strom fließt. Dies führt zu einem Stromschlag, welcher das Tier davor abhält, in das Weidegebiet einzudringen bzw. aus dem Weideplatz auszubrechen.

 

Platzierung des Weidezaungeräts:

Zu guter Letzt soll ein geeigneter Platz für die Positionierung des Weidezaungeräts gewählt werden.

Weidzaun setzen Weidezaungerät

Gute Weidezaungeräte zu erschwinglichen Preisen*!

Es ist wichtig, dass jegliche Netzgeräte sowohl vor Niederschlag als auch vor Wind geschützt sind. Empfehlenswert sind überdachte und windgeschützte Bereiche wie beispielsweise an einer überdachten Hauswand.
Das Weidezaungerät soll erst dann eingeschalten werden, sobald der elektrische Zaun komplett aufgebaut ist. Es ist ratsam, das Weidezaungerät mit der Erdung auf einem ausreichend feuchten Boden aufzustellen.

 

Spannungsversorgung:

Liegt der zu schützende Bereich fern von einer Netzspannungsversorgung, so bieten sich Weidezaungeräte an, die mit Akku oder Batterie betrieben werden. Mit einem Akku betriebene Geräte müssen jedoch öfter überprüft und gewartet werden.
Es ist auch möglich, eine elektrische Leitung zu verlegen, um die Spannungsversorgung sicherzustellen. Empfehlenswert ist ein robustes Rohr aus Kunststoff, das man 80 Zentimeter oder tiefer in die Erde steckt. Nur wenn sich das Kunststoffrohr tiefer als 80 Zentimeter im Boden befindet, minimiert sich das Risiko, dass es von Tieren angenagt wird.

 

Erdungsstab:

Nahe des Weidezaungerätes wird ein Erdungsstab in den Boden gesteckt. Dieser wird per Erdungskabel mit dem speziellen Erdanschluss des Weidezaungerätes verbunden.
Sind die Verhältnisse des Untergrunds schlecht, also extrem trocken oder sandig, so sollten gleich mehrere Erdungsstäbe in die Erde gesetzt werden.
Bei mehreren Erdungsstäben ist es notwendig, diese mit einem Draht zu verbinden. Der Draht sollte sowohl gut leiten als auch rostfrei sein. Am besten greift man zu einem verzinkten Stahldraht. Alternativ bietet sich auch ein Erdkabel an.

Der Abstand von der Hauswand zum Erdungsstab sollte nicht weniger als 10 Meter betragen.
Dieser Aspekt muss jedoch nur dann erfüllt werden, wenn das Weidezaungerät an der Hauswand fixiert wurde.

Nun stellt man eine Verbindung zwischen dem Leitermaterial und dem Zaunanschluss des Weidezaungeräts her. Hierfür ist das spezielle Zaunanschlusskabel verantwortlich.

 

Letzter Schritt:

Nun ist es soweit; der Netzstecker kann in die Steckdose gesteckt werden, das Elektrozaungerät kann eingeschalten werden und der elektrische Zaun ist einsatzbereit.

 

Warnschilder:

Weidepfosten setzen Warnschild Elektrozaun

Hier ein paar Warnschilder zur Auswahl*

Befindet sich der elektrische Zaun nahe einer öffentlichen Straße, so schreibt das Gesetz eine gut sichtbare Kennzeichnung mit Warnschildern vor. Dasselbe gilt für in der Nähe befindliche Wege. Die Kennzeichnung muss etwa alle 100 Meter erfolgen. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Warnschilder ebenso an den Einmündungen von öffentlichen Wegen angebracht werden und auch an jenen Plätzen, wo man eigentlich keinen Elektrozaun erwarten würde.

 

Das Warnschild muss folgende Aufschrift tragen: „Vorsicht, Elektrozaun!“ Diese Warnschilder müssen abhängig vom jeweiligen Bundesland unterschiedliche Kriterien zur Kennzeichnung erfüllen. Somit ist es anzuraten, sich bei der zuständigen Behörde über die Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes zu erkundigen.

 

Kontrolllicht:

Im Fachhandel sind Kontrolllichter für den Zaun erhältlich, welche die Spannung messen. Der Takt der Spannung wird durch LEDs angezeigt. Wird die Mindestspannung von 3000 Volt unterschritten, so geht das Licht aus. Diese Kontrollleuchte ist speziell bei Zäunen anzuraten, die nicht fortwährend verwendet werden, um die Funktion zu gewährleisten.

 

Wartung:

Alle Einzelteile des elektrischen Zauns sollten in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Es ist wichtig, dass der Zaun nicht zuwuchert, da sich sonst der Stromverbrauch erhöht.

 


In den anderen Beiträgen zu finden:
– Weidepfosten setzen, was muss ich beachten?
– Weidepfosten setzen, welche Maschinen benötige ich?
– Weidepfosten setzen, wie tief muss ich bohren?
– Weidepfosten setzen, welches Material benötige ich?
– Weidepfosten setzen, welcher Abstand?


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